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Mondschein
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Mnye nye spitsya, nye lezhitsya,
i son minya nye biryot.
Ya s-khadil bý k Sashe v gosti,
da nye znayu gdye zhývyot.
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Ich kann nicht einschlafen, nicht liegen bleiben,
der Schlaf will nicht kommen.
Jetzt würde ich Sascha gern besuchen,
doch ich weiss nicht, wie ich hinkomme.
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Ya s-khadil bý k Sashe v gosti,
da nye znayu gdye zhývyot.
Paprosil bý tovarisha
moi tovarish dovidyot.
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Jetzt würde ich Sascha gern besuchen,
doch ich weiss nicht, wie ich hinkomme.
Ich könnte ja meinen Freund fragen,
der würde mich sicher hinführen.
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Paprosil bý tovarisha
moi tovarish dovidyot.
No tovarish lutshe, krashe,
bayus, Sashu atabyot.
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Ich könnte ja meinen Freund fragen,
der würde mich sicher hinführen.
Aber mein Freund ist besser, schöner,
ich hab Angst, er macht mir Sascha abspenstig.
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Svetit myesyats, svetit yasný,
svetit byelaya zarya,
osvetila put'-daroshku
vdol do Sashina dvora.
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Es scheint der Mond, er scheint so klar,
er scheint weiss und hell,
und er beleuchtete mir Weg und Pfad
bis hin zu Saschas Gehöft.
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Padkhazhu ya k Sashe, k domu,
no agnya u Sashi nyet.
Pastutshal ya pod okoshkom -
moya Sasha krepko spit.
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Und wie ich hinkomme zu Saschas Haus,
sehe ich, da brennt schon kein Licht mehr.
Ich klopfte an das Fensterchen -
meine Sascha schlief tief und fest.
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"Stýdno, stýdno tibye, Sasha,
so vetshera rano spat'!"
"A tibye, moi drug, stýdnyeye
do polunotshi gulyat'!"
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"Schäm dich, schäm dich, Sascha,
so früh am Abend schon zu schlafen!"
"Aber du, mein Freund, solltest dich erst recht schämen,
bis Mitternacht um die Häuser zu ziehen!"
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Text und Melodie: Russisches Volkslied
Aussprache:
s = immer stimmlos, wie das s in "Glas"
/ z = stimmhaft, wie das s in "Glaser"
sh = stimmlos, wie das sch in "Tasche"
/ zh = stimmhaft, wie das g in "Etage"
kh = raues ch, wie in "ach"
/ weich, wie in "ich", nur vor "e" und "i"
y = leichtes j, wie in "Himalaya" /
ý = dumpfes i, zwischen ü und i
a, e, i, o, u, ý
= der unterstrichene Vokal kennzeichnet die betonte Silbe eines Wortes
Bearbeitung für Balalaika, Notensatz,
Transkription und sinngemässe Übersetzung: Kai Kracht
Anmerkung:
Dieses fröhliche, ausgelassene Tanzliedchen
ist in verschiedenen Textversionen bekannt,
und alle sind witzig, schelmisch, frech.
Aus aktuellem Anlass kann man
auch rasch noch ein paar neue Verse hinzudichten,
denn Textform und -inhalt sind recht anspruchslos.
Das ist wohl auch der Grund,
warum dieses Lied oft nur instrumental vorgetragen wird
wichtiger als der Text ist allemal die schmissige Melodie.
Kaum ein Balalaika-Orchester lässt es sich nehmen,
dieses Liedchen auf seine Weise zu gestalten.
Der Liedvortrag beginnt meist langsam
und steigert das Tempo von Strophe zu Strophe,
bis die Finger nur so über die Saiten wirbeln ...
Erst wenn der letzte Tänzer atemlos aufgibt,
fängt ein langes Tremolo der Balalaika
das rasante Tempo auf,
und eine letzte Strophe, betont langsam und
mit kokett akzentuiertem Rhythmus,
zelebriert die hübsche Melodie ein letztes Mal,
steigert sich dann doch wieder rasch zum Wirbelsturm
und endet abrupt mit einem gewaltigen Schlag.
© Kai Kracht 2002
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