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Kalinka
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Kalinka, kalinka, kalinka maya,
f sadu yagoda malinka, malinka maya.
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Wacholder, Wacholder, Wacholder mein,
im Garten ist die Beere, die Himbeere mein.
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Pad sasnoyu, pad zelenoyu
spat' palazhýtye vý minya,
aida lyuli lyuli,
aida lyuli lyuli,
spat' palazhýtye vý minya.
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Unter der Kiefer, unter der grünen
legt mich zum Schlafen,
aida, Ljuli, Ljuli, aida, Ljuli, Ljuli,
legt mich zum Schlafen!
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Kalinka, kalinka, kalinka maya,
f sadu yagoda malinka, malinka maya.
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Wacholder, Wacholder, Wacholder mein,
im Garten ist die Beere, die Himbeere mein.
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Akh tý sasyenushka,
akh tý zelenaya,
nye shumi zhe nado mnoi,
aida lyuli lyuli,
aida lyuli lyuli,
nye shumi zhe nado mnoi!
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Ach du liebe Kiefer, ach du grüne,
rausche doch nicht so laut über mir,
aida, Ljuli, Ljuli, aida, Ljuli, Ljuli,
rausche doch nicht so laut über mir!
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Kalinka, kalinka, kalinka maya,
f sadu yagoda malinka, malinka maya.
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Wacholder, Wacholder, Wacholder mein,
im Garten ist die Beere, die Himbeere mein.
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Krasavitsa, dusha dyevitsa,
palyubi zhe tý minya,
aida lyuli lyuli,
aida lyuli lyuli,
palyubi zhe tý minya!
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Schönes Mädchen, liebes Mädchen,
hab mich doch lieb,
aida, Ljuli, Ljuli, aida, Ljuli, Ljuli,
hab mich doch lieb!
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Kalinka, kalinka, kalinka maya,
f sadu yagoda malinka, malinka maya.
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Wacholder, Wacholder, Wacholder mein,
im Garten ist die Beere, die Himbeere mein.
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Text und Melodie: Russisches Volkslied
Aussprache:
s = immer stimmlos, wie das s in "Glas"
/ z = stimmhaft, wie das s in "Glaser"
sh = stimmlos, wie das sch in "Tasche"
/ zh = stimmhaft, wie das g in "Etage"
kh = raues ch, wie in "ach"
/ weich, wie in "ich", nur vor "e" und "i"
y = leichtes j, wie in "Himalaya" /
ý = dumpfes i, zwischen ü und i
a, e, i, o, u, ý
= der unterstrichene Vokal kennzeichnet die betonte Silbe eines Wortes
Notensatz,
Transkription und sinngemässe Übersetzung: Kai Kracht
Anmerkung:
"Kalinka" (Wacholder) and "malinka" (Himbeere)
waren offenbar die traditionellen Opfergaben
an eine altslawische Göttin der Erde,
des Frühlings, der Liebe und Fruchtbarkeit
mit Namen "Ljuli"
- als die traditionelle himmlische Verbündete
des russischen Bauernvolkes und der Verliebten
überstand sie die Christianisierung
und lebt heute noch fort
einer ganzen Reihe von Volksliedern.
Da die meisten dieser Lieder
mit einer sehr ähnlichen Melodieführung
beginnen,
lässt sich vermuten,
dass sie alle auf einen gemeinsamen Ursprung
zurückgehen, etwa eine sehr alte Hymne
oder ein heidnisches Ritual zu Ehren der Göttin Ljuli.
Das Lied "Kalinka" könnte dieses Original sein
oder ihm zumindest sehr weitgehend ähneln:
Es hat noch die liturgische Form des Wechselgesangs:
Der Refrain, von der Gemeinde bis zur Ekstase
wiederholt, erinnert die Göttin immer wieder
an die dargebrachten Opfergaben,
und im Sologesang der Strophen
wendet sich der Priester direkt an Ljuli
und trägt ihr vor,
was die Menschen sich von ihr dafür erhoffen:
Eine reiche Ernte vielleicht, oder Kindersegen,
oder die Errettung aus Hungersnot, aus Seuchen,
aus Dürrezeiten oder Überschwemmung ...
In der heutigen Form des Liedes
ist nur noch eine,
nicht weniger wichtige Bitte geblieben:
Der Wunsch nach Liebe!
© Kai Kracht 2002
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