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Eintönig klingt das Glöckchen
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Adnazvutshno gremit kalakoltshik,
i daroga pýlitsa slekhka,
i unýlo po rovnomu polyu
razlivayetsa pyesn yamshtshika.
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Eintönig klingt das Glöckchen,
und der Weg staubt leicht,
und traurig über die weite Flur
ergiesst sich das Lied des Kutschers.
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Stolko tshufstva v toi pyesnye unýloi,
stolko tshufstva v napyewe radnom,
schto v grudyi moyey khladnoi, astýloi,
razgaryelosya sertse agnyom.
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So viel Gefühl lag in diesem traurigen Lied,
so viel Gefühl in der vertrauten Weise,
dass in meiner kühlen, kalt gewordenen Brust
das Herz in Flammen aufging.
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I pripomnil ya notshi drugiye
i rodnýe palya i lyesa,
i na otshi, davno uzh sukhiye,
nabyezhala, kak iskra, slyeza.
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Und ich erinnerte mich an andere Nächte,
und an die heimatlichen Felder und Wälder,
und in meine lang schon trockenen Augen
trat, wie ein Funke, eine Träne.
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Adnazvutshno gremit kalakoltshik,
izdali otdavayas slekhka,
i umolk moi yamshtshik, a daroga
predo mnoi daleka, daleka.
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Eintönig klingt das Glöckchen,
von fern schallt leis sein Widerhall zurück,
und mein Kutscher ist verstummt, doch der Weg,
der vor mir liegt, ist noch so weit, so weit.
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Text und Melodie: Russisches Volkslied;
hier in der Bearbeitung von A. Sweschnikow
Aussprache:
s = immer stimmlos, wie das s in "Glas"
/ z = stimmhaft, wie das s in "Glaser"
sh = stimmlos, wie das sch in "Tasche"
/ zh = stimmhaft, wie das g in "Etage"
kh = raues ch, wie in "ach"
/ weich, wie in "ich", nur vor "e" und "i"
y = leichtes j, wie in "Himalaya" /
ý = dumpfes i, zwischen ü und i
a, e, i, o, u, ý
= der unterstrichene Vokal kennzeichnet die betonte Silbe eines Wortes
Notensatz,
Transkription und sinngemässe Übersetzung: Kai Kracht
Anmerkung:
Das eintönige Glöckchen
gehört zu einer Troika,
jenem russischen Dreigespann,
bei dem drei Pferde nebeneinander
vor einer leichten Kutsche angeschirrt sind
und mit dieser in oft rasanter Fahrt
über die weiten russischen Strassen jagen,
dass es nur so staubt.
Das Glöckchen mit seinem ständigen Gebimmel
hält die Pferde in Trab,
und der Kutscher stimmt eines dieser seelenvollen
russischen Volkslieder an,
dass dem Fahrgast das Herz aufgeht.
© Kai Kracht 2002
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